Notfall-Tipps – Was tun im Ernstfall?
Vorbereitung ist die beste Vorsorge. Diese Tipps helfen dir, in verschiedenen Notfallsituationen ruhig und handlungsfähig zu bleiben – zusammengestellt auf Basis der BBK-Empfehlungen und allgemeiner Katastrophenschutzrichtlinien.
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Ruhe bewahren
- Im Ernstfall ist Panik der größte Feind. Atme tief durch und handle Schritt für Schritt.
- Sammle zuerst alle Informationen: Was ist passiert? Wie lange könnte es dauern? Bist du oder andere in unmittelbarer Gefahr?
- Überprüfe deinen Notfallvorrat und kläre, welche Ressourcen dir zur Verfügung stehen.
- Informiere dich über ein Batterieradio oder Kurbelradio – das sind im Stromausfall oft die einzigen verlässlichen Nachrichtenquellen.
- Halte wichtige Telefonnummern (Familie, Nachbarn, Notruf 112) auf Papier bereit – Smartphones können entladen sein.
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Stromausfall
- Schalte nicht benötigte Geräte aus, um die Hausinstallation beim Wiederherstellen der Versorgung zu entlasten.
- Nutze Taschenlampen oder Kerzen als Lichtquelle – Kerzen nur beaufsichtigt und nie unbeaufsichtigt brennen lassen.
- Kühlschrank und Gefrierschrank geschlossen halten: Ein voller Gefrierschrank hält die Kälte ca. 24–48 Stunden, ein halbvoller ca. 12 Stunden.
- Beheizung: Bei Kälte mehrere Lagen Kleidung anziehen und Räume verkleinern (Türen schließen). Gasbetriebene Heizungen nur mit ausreichend Belüftung nutzen – CO-Gefahr!
- Handys frühzeitig laden, sobald klar ist, dass der Strom wegbleibt. Powerbanks bereithalten.
- Kochst du mit Elektroherd? Bereite dir frühzeitig eine Mahlzeit zu, solange die Nahrungsmittel noch haltbar sind. Danach auf Gaskocher umsteigen.
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Wasserausfall
- Greife auf deinen Wasservorrat zurück: Das BBK empfiehlt 2 Liter Trinkwasser pro Person pro Tag, plus 0,5 Liter zum Kochen.
- Nutze Wasser sparsam: Hände mit Desinfektionsmittel reinigen, wenn Wasservorrat knapp ist.
- Badewanne vorab auffüllen, solange noch Wasser aus der Leitung kommt – dieses Wasser eignet sich zum Spülen der Toilette.
- Abgepacktes Mineralwasser und H-Milch sind wichtige Alternativen im Vorrat.
- Regenwasser kann zum Waschen oder für die Toilettenspülung genutzt werden, ist aber kein Trinkwasser ohne Aufbereitung.
- Wenn die Behörden einen Wassernotstand ausrufen, folge den offiziellen Hinweisen zur Wasserausgabe in deiner Gemeinde.
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Evakuierung
- Bereite einen Notfallrucksack vor: Personalausweis, Bargeld, Medikamente, Wechselkleidung, Trinkwasser und Snacks für 72 Stunden.
- Folge den Anweisungen der Behörden – auch wenn es schwerfällt, die Wohnung zu verlassen.
- Informiere Nachbarn, Freunde oder Familie über deinen Aufenthaltsort.
- Schalte beim Verlassen alle Geräte und Hauptschalter ab (Strom, Gas, Wasser).
- Halte das Auto möglichst immer mit ausreichend Kraftstoff – Tankstellen können im Notfall geschlossen oder überlastet sein.
- Lege im Voraus einen Treffpunkt für die Familie fest, falls ihr getrennt seid und Handys nicht funktionieren.
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Blackout
- Ein Blackout ist ein überregionaler, langanhaltender Stromausfall, der mehrere Tage dauern kann.
- Bargeld bereithalten: Kartenzahlung und Geldautomaten fallen aus. Kleine Scheine sind praktischer.
- Bankautomaten, Supermärkte, Tankstellen und öffentliche Verkehrsmittel können vollständig ausfallen.
- Medizinische Geräte: Wenn du auf elektrisch betriebene Medizintechnik angewiesen bist, melde dich frühzeitig bei deiner Gemeinde als schutzbedürftige Person.
- Soziales Netz aktivieren: Sprich mit Nachbarn, teilt Ressourcen und helft euch gegenseitig.
- Informiere dich vorab über die Krisenplan-App des BBK (Nina-App) und abonniere Katastrophenschutz-Benachrichtigungen für deine Region.
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Kommunikation im Notfall
- Batterieradio oder Kurbelradio: Im Stromausfall oft die einzige Möglichkeit, offizielle Informationen zu erhalten. UKW-Frequenzen der lokalen Sender notieren.
- NINA-App des BBK: Amtliche Warnung direkt aufs Handy – vorher installieren und Push-Benachrichtigungen aktivieren.
- Mobilfunknetze sind in Katastrophenlagen oft überlastet. SMS verbrauchen weniger Netzkapazität als Sprachanrufe.
- Lege einen Familientreffpunkt und eine Ansprechperson außerhalb der Region fest – Weitverkehr ist oft stabiler als lokale Verbindungen.
- Notfallinformationen werden von Behörden auch über Lautsprecherwagen oder Aushänge verbreitet – aufmerksam bleiben.
- Schreibe wichtige Telefonnummern auf Papier: Notruf 112, Polizei 110, Gemeindeverwaltung, Hausarzt, nahe Verwandte.
Diese Tipps wurden sorgfältig zusammengestellt, erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Notfall gelten stets die Anweisungen der zuständigen Behörden. Stashed übernimmt keine Haftung.
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